Im Zuge der Corona-Krise wurde im März 2020 eine Soforthilfe für kleine und mittlere Unternehmen bis 50 Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Diese Förderung wurde über die Bundesländer abgewickelt und konnte von Unternehmen beantragt werden, die durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten kamen.

 

Missbrauch von Fördermitteln

Doch wurde im Zuge der Abwicklung, der Beantragung und Auszahlung, schnell klar, dass es hier zu erhöhtem Betrug und Missbrauch der Fördermittel kam. Dies ergab sich auch aus dem Zeitengpass, in dem die Sofort-Hilfen ausgezahlt werden sollten.

Nun hat die Bundesregierung ein neues Konjunkturpaket aufgelegt, das unter anderem die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer beinhaltet. Darüber hinaus gibt es auch weitere Überbrückungshilfen für Unternehmen, die durch die Corona-Krise ins Trudeln geraten sind und eine Umsatzeinbruch von mehr als 40% im Vergleich zum Vorjahr haben.

 

Überbrückungshilfen Corona

Hier werden vom Bund je nach Höhe des Umsatzrückgangs Gelder zur Verfügung gestellt. Förderfähig sind diverse Fixkosten wie Mieten, Finanzierungskosten oder auch Ausbildungsvergütungen. Die maximale Höhe der Förderung liegt bei 50.000.- EUR im Monat.

Die verhältnismäßige Höhe der Fördermittel ergibt sich grundlegend wie folgt:

Umsatzrückgang
(Fördermonat gegenüber Vorjahresmonat)
Erstattung als Überbrückungshilfe
Zwischen 40 % und unter 50 % 40 % der Fixkosten
Zwischen 50 % und 70 % 50 % der Fixkosten
Mehr als 70 % 80 % der Fixkosten

 

Beantragung über Steuerberater

Um einen Missbrauch schon vorab einzuschränken und zu vermeiden, können die Fördermittel der Überbrückungshilfen nur noch über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer beantragt werden. Diese prüfen die Zahlen des Unternehmens, das die Hilfen beantragen möchte gegen und bestätigen die Richtigkeit sowohl des Umsatzrückgangs als auch der Kosten.

Durch diese “Gütesiegel” soll Klarheit bei den betriebswirtschaftlichen Zahlen gesichert werden.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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