Das Oberlandesgericht Düsseldorf gibt die Bedarfssätze für Kinder heraus. Hierin wird die Höhe des Unterhalts für ein Kind festgelegt. Die sogenannte “Düsseldorfer Tabelle”. Allerdings hat die Tabelle keine Gesetzeskraft. Sie stellt eine Richtlinie dar.

 

Neue Sätze ab 2019

Ab 1. Januar 2019 gelten teilweise neue Sätze. Für minderjährige Kinder der ersten Einkommensgruppe gibt es Anpassungen gemäß der neuen Vorgaben der Mindestunterhaltsverordnung. Der Mindestunterhalt für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (für die erste Altersstufe der Tabelle) steigt auf 354.- EUR (von 348.- EUR).

Für Kinder bis zur Vollendung der zwölften Lebensjahres sind es 406.- EUR (anstelle bisher 399.- EUR), für die dritte Altersstufe bis zur Volljährigkeit 476.- EUR (zuvor 467.- EUR).

Bei der 2. bis 5. Einkommensgruppe steigen alle Bedarfssätze bis zur Volljährigkeit um 5%, bei der 6. bis 10. Einkommensstufe um 8%.

Bei volljährigen Kindern bleiben die Sätze hingegen unverändert.

 

Anrechnung Kindergeld

Das Kindergeld ist nach wie vor bei der Bedarfsermittlung des Kindes anzurechnen. Auch hier steigen die Sätze. Ab Juli 2019. Detaillierte Informationen zur Erhöhung des Kindergeldes 2019 gibt es hier.

Bei minderjährigen Kindern ist das Kindergeld in der Regel zur Hälfte anzurechnen. Bei volljährigen Kindern zu 100%.

 

Selbstbehalt laut Düsseldorfer Tabelle

Der Selbstbehalt bleibt im Gegensatz zu o.g. gleich. Die nächste Änderung der Düsseldorfer Tabelle ist für 1.1.2020 geplant.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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