Steuerberater sein, was heißt das eigentlich? Steuerberater werden, wie geht das? Muss da zwingend ein Studium absolviert werden? Welche Perspektiven bieten sich im Bereich einer Steuerkanzlei? Kann auch ein Azubi Steuerfachangestellter einmal Steuerberater werden?

Der Weg zum Steuerberater oder gar einer eigenen Kanzlei ist vielseitig und kann auf ganz unterschiedlichen Wegen erreicht werden – so vielseitig wie der Beruf des Steuerberaters.

 

Anspruchsvoll und abwechslungsreich

Denn Steuerberater sein heißt ständig mit ganz unterschiedlichen Menschen zu tun zu haben und die verschiedensten Tätigkeiten tagtäglich anzugehen. Wobei die Lösung der dabei zu Tage tretenden komplexen Fälle immer wieder zu Herausforderungen führen, die nur mit dem Anspruch an stetige Weiterentwicklung, Teamarbeit und Fortbildung zum Ziel führen. Auch weil der Themenkomplex Steuern und Jahresabschlusserstellung ständig in Bewegung ist und der Gesetzgeber oder der Bundesfinanzhof immer wieder neue Weichenstellungen oder Urteile erlassen.

Doch wie der Name Steuerberater schon sagt, geht es um Beratung. Beratung von Mandanten. Nicht nur in den Bereichen Steuern, sondern meist auch bei anderen wirtschaftlichen Zusammenhängen, wie z.B. Unternehmensentwicklung oder Fragen zur Gewinnoptimierung des Mandanten. Ein Verständnis für betriebswirtschaftliche Abläufe ist daher ein weiterer Wissensbenefit des Steuerberaters. Rechtliche Fragen spielen ebenso eine Rolle.

Das heißt: Eintönigkeit ade. Wer Steuerberater werden möchte, entscheidet sich für Abwechslung und Herausforderung. Damit aber auch für Entwicklung. Und so für die eigene Zukunft.

 

Steuerberater werden

Um Steuerberater zu werden ist es nicht zwingend notwendig ein Studium abzuschließen. Auch ein Steuerfachangestellter hat mit 10 Jahren Berufserfahrung die Chance, mit einem Steuerberater-Examen Steuerberater zu werden. Ohne weiteren Abschluss in der Zwischenzeit. Etwas schneller geht es mit dem Abschluss als Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter. Hier genügen 7 Jahre Berufserfahrung.

Wer sich für ein Studium entscheidet, wie beispielsweise ein Duales Studium Steuern und Prüfungswesen, kann mit einer praktischen Berufserfahrung von 2 Jahren (bei 8 Regelsemestern/4 Jahren) oder 3 Jahren (bei 6 Regelsemestern/3 Jahren) zur Steuerberaterprüfung zugelassen werden.

Wurde die Prüfung erfolgreich abgeschlossen, muss ein sogenanntes Bestellungsverfahren durchgeführt werden. Nach ordnungsgemäßem Antrag wird man von einer Steuerberatungskammer zum Steuerberater bestellt, bzw. ernannt. Dann heißt es: Ich bin Steuerberater.

 

Zukunftssicher

Aber ganz gleich, ob Sie sich erst einmal für die Ausbildung zum Steuerfachangestellten, für eine Duales Studium oder schon ganz klar für das mittel- bis langfristige Ziel Steuerberater entscheiden – wer sich für eine Zukunft im Bereich Steuern entscheidet, kann auf gute Verdienstmöglichkeiten in einem krisenfesten Tätigkeitsbereich zählen.

Selbst als Steuerberater gibt es immer noch weitere Entwicklungschancen und Fortbildungsmöglichkeiten, die noch mehr Perspektiven eröffnen. Zum Beispiel im internationalen Umfeld oder die Qualifikation zum Wirtschaftsprüfer.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

 

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