Der Gesetzgeber hat bereits unterschiedlichste Änderungen gemacht, um die Nutzung von Elektroautos zu fördern. Einerseits fällt die KFZ-Steuer weg, andererseits gibt es eine Förderung beim Kauf – und nicht zuletzt werden bei Dienstfahrzeugen mit privater Nutzung nur 0,25% (bei reinen Elektrofahrzeugen), bzw. 0,5% bei Hybrid-Fahrzeugen als geldwerter Vorteil versteuert. Nicht wie bei herkömmlichen Fahrzeugen 1%.

 

Elektroauto laden

Doch wie wird der Unterschied zu herkömmlichen Fahrzeugen bezüglich des Tankens, bzw. hier Ladens seitens des Gesetzgebers bewertet, wenn es sich um ein Dienstfahrzeug mit privater Nutzung handelt? Was kann ein Unternehmer ansetzen, was ein Arbeitnehmer? Da es keine Tankbelege im bisherigen Sinn beim Laden gibt?

Bis 2030 werden für das Laden von Dienstfahrzeugen im Unternehmen keine Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge fällig. Wird das Fahrzeug vom Mitarbeiter bei sich zu Hause geladen, kann der Arbeitgeber dafür einen – ebenfalls steuer- und sozialversicherungsfreien – Pauschalbetrag erstatten, bzw. zuschießen.

Für diesen Pauschalbetrag gilt: Bei der Möglichkeit des Ladens im Unternehmen darf der Arbeitgeber 20.- EUR bei reinen Elektrofahrzeugen und 10.- EUR bei Hybridfahrzeugen auszahlen. Gibt es keine Möglichkeit für den Arbeitnehmer im Unternehmen zu laden und erfolgt eine ausschließliche Ladung bei ihm zu Hause, dürfen 50.- EUR, bzw. 25.- EUR bei Hybrid-KFZ, erstattet werden.

Zahlt der Arbeitgeber keine Pauschalbetrag aus, darf die Summe beim geldwerten Vorteil angesetzt werden; sprich: darf der geldwerte Vorteil um diese Summe gekürzt werden.

 

Vorteil des Ladens beim Arbeitgeber

Wird beim Arbeitgeber geladen, fallen auf diese Kosten keine Steuer an. Das heißt: Die Stromkosten sind für den Arbeitnehmer vollkommen steuerfrei und müssen nicht erfasst werden. Im Gegensatz zu Tankbelegen bei herkömmlichen Fahrzeugen. Auch unabhängig davon, ob die sogenannte “1%-Regel” oder ein Fahrtenbuch genutzt wird.

Die Aufwendungen des Arbeitgebers für das Tanken werden daher auch nicht den KFZ zugeordnet sondern gehen als Stromaufwendungen steuermindernd ein. Da es laut Gesetzgeber keine geeichte, steuer- und gerichtsfeste Erfassung des Verbrauchs an den Ladesäulen gibt.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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