Mitarbeiter können vom Arbeitgeber Dienstfahrzeuge zur Verfügung gestellt bekommen, die auch privat genutzt werden können. Meistens handelt es sich dabei um ein einzelnes, bestimmtes Fahrzeug. Dabei entsteht ein geldwerter Vorteil, der vom Mitarbeiter zu versteuern ist. Entweder mit der 1-% Regel oder mit Fahrtenbuch.

Allerdings sollen laut Gesetzgeber ab 01.01.2019 für Elektroautos und Hybrid-Fahrzeuge ein anderer Satz gelten.

Doch was geschieht, wenn ein Mitarbeiter mehrere Fahrzeuge aus einem Fahrzeugpool nutzt? Wie wird der Nutzungswert – also der Geldwerte Vorteil – hier ermittelt?

 

Pauschale Ermittlung Fahrzeugpool Dienstwagen

Laut Auffassung der Finanzverwaltung (BMF-Schreiben vom 04.04.18, AZ IV C 5 – S 2334/18/1001) gilt hierzu: Bei pauschaler Nutzungswertermittlung ist der Listenpreis aller Kraftfahrzeuge mit 1% heranzuziehen. Das Gesamtergebnis ist durch die Zahl der Nutzer, sprich Nutzungsberechtigten, aufzuteilen. So ergibt sich die zu versteuernde Summe.

Bei der pauschalen Ermittlung für Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte sind ebenfalls die Listenpreise aller Kraftfahrzeuge zu ermitteln. Die Summe muss mit dem gesetzten Wert von 0,03% multipliziert werden. Und dann ebenfalls wieder durch die Anzahl aller Nutzungsberechtigten geteilt werden. Der Wert wird daraufhin mit den Entfernungskilometern des Arbeitnehmers multipliziert.

 

Wertermittlung durch Einzelnachweis

Im Rahmen der Einkommensteuerklärung kann ein Arbeitnehmer entgegen der pauschalen Wertermittlung zu einer Einzelbewertung wechseln. Falls das pauschal ermittelte Ergebnis zum Nachteil des Steuerpflichtigen gereicht. Dazu muss vom Arbeitnehmer dargelegt werden können, welches Fahrzeug wann und wie genutzt wurde.

 

Autor: Stefanie Schilling, Steuerberaterin

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