Beim GmbH Beschluss in einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) mit mehreren beteiligten Gesellschaftern lautet die Empfehlung, jegliche gemeinschaftliche Beschlüsse einer Gesellschafterversammlung genauestens festzuhalten. Allerdings gibt es hierfür keine verbindliche gesetzliche Grundlage.

Beim Alleingesellschafter hingegen ist die gängige Rechtslage, dass alle Entscheidungen und Beschlüsse laut § 48 Abs. 3 GmbH-Gesetz protokolliert werden müssen. Konkret heißt es hierzu: „Befinden sich alle Geschäftsanteile der Gesellschaft in der Hand eines Gesellschafters oder daneben in der Hand der Gesellschaft, so hat er unverzüglich nach der Beschlussfassung eine Niederschrift aufzunehmen und zu unterschreiben.“

 

Steuerrelevanter GmbH-Beschluss

Zwar sieht das GmbH- Gesetz keine Sanktionen bei Unterlassung der Protokollierungspflicht vor. Trotzdem kann es bei einer Betriebsprüfung problematisch werden, sollten die Beschlüsse zu steuerrelevanten Themen nicht vorzeigbar sein.

Ein formeller Hinweis dazu: es muss ein „Gesellschafterbeschluss“ protokolliert werden, nicht eine „Gesellschafterversammlung“. Da sich bei einer Ein-Mann-GmbH eine „Versammlung“ erübrigt – da sich ein Einzelner nicht mit sich selbst versammeln kann.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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