Anspruch auf Kinderkrankengeld haben gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern. Der Anspruch entsteht, wenn das Kind der Eltern unter 12 Jahre alt ist und das Kind wegen einer Behinderung – also zum Beispiel einer Krankheit – nicht am Unterricht oder einem Betreuungsangebot teilnehmen kann und zu Hause betreut werden muss.

Außerdem darf keine weitere im Haushalt lebende Person vorhanden sein, die die Betreuung leisten könnte. Was also beispielsweise bei zwei berufstätigen Eltern zutreffen würde, die beide zeitgleich einer Tätigkeit nachgehen, in der ein Betreuungsbedarf für das Kind vorhanden ist.

 

Kinderkrankengeld Anspruch

Der Nachweis für den Betreuungsbedarf bei Krankheit erfolgt über den Hausarzt. Neu seit 2021 ist der Anspruch auf Kinderkrankengeld auch dann, wenn ein Kind wegen der Schließung einer Schule oder Kindertagesstätte zu Hause betreut werden muss. Wenn also die Präsenzpflicht wegen Corona aufgehoben oder der Zugang bei Betreuungsangeboten eingeschränkt wurde.

Hier gilt als Nachweis eine Bescheinigung der Einrichtung. Die neue Regelung gilt rückwirkend ab 05.01.2021.

 

Höhe der Anspruchstage je Jahr

Zuvor hatten Eltern je Kind und Elternteil eine Anspruch auf 10 Tage Kinderkrankengeld je Kind im Jahr. Ab 2021 erhöht sich das auf 20 Tage. Bei Alleinerziehenden erhöht sich der Anspruch von 20 auf 40 Tage. Insgesamt maximal auf 90 Tage, bei mehreren Kindern.

Die Abwicklung bei Angestellten erfolgt über den Arbeitgeber.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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