Die Bundesregierung hat 2019 das Klimapaket beschlossen. Ein Teil davon war die Senkung der Mehrwertsteuer (auch Umsatzsteuer genannt) bei der Bahn von 19% auf 7%. Daher sind die Priese im Fernverkehr bei der Deutschen Bahn seit Jahresbeginn gesunken. Und das im Schnitt um rund 10%.

Die 10% ergeben sich aus aus der Differenz des ermäßigten Umsatzsteuersatzes von 7% (wie er auch z.B. bei Büchern oder Nahrungsmitteln gilt) zu dem sonstigen Satz von 19%.

Anders ausgedruckt: Der Bruttopreis ist um ca. 10% gesunken, da sich die Mehrwertsteuer jeweils als Aufschlag auf den Nettopreis versteht. Bei beispielsweise 100.- EUR netto für ein Bahnticket entstand mit 19% MwSt. ein Kaufpreis von 119.- EUR, mit nun 7% sind es für Endkunden 107.- EUR.

 

Änderung Umsatzsteuer für Unternehmer

Bei Unternehmen hat die Änderung damit auch überhaupt keine Auswirkung. Da der Nettopreis derselbe bleibt. Es sinkt der möglich Vorsteuerabzug im selben Maß wie die Auszahlung. Als Betriebsausgabe bleibt der Nettowert.

Einzig von der Umsatzsteuer befreite Unternehmen wie zum Beispiel Kleinunternehmer nach UStG § 19  oder Ärzte können somit von der Änderung profitieren. Denn hier speilt die Höhe der Vorsteuer keine Rolle – da keine Berechtigung zum Vorsteuerabzug besteht.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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