Der Gesetzgeber bietet Arbeitgebern die Möglichkeit seinen Mitarbeitern bestimmte Extras anstelle einer Gehaltserhöhung zu geben. Meist handelt es sich dabei um einen Sachbezug geldwerter Vorteil.

Dabei können sowohl Steuern als auch Sozialversicherungsbeiträge gespart werden. Grundlegend ist zu beachten, dass die Zuwendungen nur dann lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei bleiben, wenn sie zusätzlich zum geschuldeten Lohn geleistet werden. Also nicht anstelle des Lohnes ausbezahlt werden.

 

Sachbezug Neuerungen 2020

Die bisher geltende Grenze von 44.- EUR Brutto im Monat für Sachbezüge bleibt auch weiterhin unverändert. Doch gelten ab 2020 z.B. zweckgebundene Geldleistungen, nachträgliche Kostenerstattungen und andere Vorteile, die ein Geldbetrag sind, als steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Anders ausgedrückt: Der Gesetzgeber hat die Rahmenbedingungen für Sachbezüge verschärft. Denn so ist es beispielsweise nicht mehr möglich, einen monatlichen, oft genutzten Sachbezug fürs Tanken dergestalt an den Arbeitnehmer weiter zu geben, indem er tank, den Kassenbeleg bringt und die Ausgabe in Geld ersetzt bekommt.

Doch von dieser Änderung ausgenommen sind weiterhin Gutscheine oder Geldkarten, sofern diese ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen (und nicht in Geld getauscht werden können).

Das heißt also: Um weiterhin Sachbezüge im Wert von 44.- EUR Brutto an Mitarbeiter ausgeben zu können, müssen zwangsläufig Gutscheine oder Geldkarten verwendet werden. Ansonsten unterliegt die Zuwendung der Steuerpflicht.

Arbeitgeber sollten daher den internen Ablauf für die Ausgabe von einem Sachbezug dementsprechend anpassen.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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