Ab 2019 können Arbeitnehmer ein sogenanntes Jobticket steuerfrei erhalten – ohne Obergrenze. Der geldwerte Vorteil muss also nicht mehr beim Lohn versteuert werden.

Grundlage dafür bildet das “Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften”. Mit Inkrafttreten dieses Gesetzes entfällt die bisherige Obergrenze von 44.- EUR brutto je Kalendermonat, die im Rahmen eines Sachbezugs gegriffen hat (EStG § 8, Abs. 2).

 

Jobticket steuerfrei ohne Obergrenze

Denn für Jobtickets gibt es keine Freigrenze mehr. Ziel des Gesetzes ist die vermehrte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Insbesondere für Pendler ergeben sich mit dem neuen Gesetz erhöhte Einsparmöglichkeiten. Da, wie erwähnt, keine Obergrenze mehr vorhanden ist, die die möglichen Ausgaben deckelt, um Lohnsteuerfreiheit zu garantieren. Denn bei z.B. den oft genutzten Tankgutscheinen bleibt dagegen weiterhin die Freigrenze von 44.- EUR brutto/Monat bestehen.

Arbeitgeber haben somit also eine neue Möglichkeit: Arbeitnehmern lohnsteuerfrei ein Jobticket zukommen zu lassen. Was sowohl auf Kostenseite als auch beim Mitarbeiterklima positive Auswirkungen hat.

Allerdings sind die steuerfreien Leistungen auf die Entfernungspauschale bei der Einkommensteuer anzurechnen.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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