Ein Sachbezug ist ein geldwerter Vorteil. Hierbei handelt es sich um einen nicht aus Geld bestehenden Bezug. Nachdem schon 2020 einige Neurungen in Kraft getreten sind, wird zum 01.01.2022 die Freigrenze, von 44.- EUR auf 50.- EUR je Monat erhöht. Zur Freigrenze zählen im Übrigen auch Nebenkosten der Sache wie z.B. Lieferkosten.

Es gelten jedoch weiterhin bestimmte Voraussetzungen für die Sachbezugseigenschaft.

 

Bedingungen der Gutscheine oder Geldkarten

Es müssen zwangsläufig Gutscheine oder Geldkarten an die Mitarbeiter ausgegeben werden, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen. Ein Barauszahlung muss ausgeschlossen sein.

Ebenso ist die teils noch gängige Praxis, wie beispielsweise das Tanken mit dem Auto, dann die Barzahlung des Mitarbeiters, das Einreichen des Beleges fürs Tanken bei dem Arbeitgeber und eine anschließende Auszahlung des Betrages, nicht mehr möglich.

Zusätzlich gibt es drei verschiedene Kategorien von Gutscheinen und Geldkarten, die vom Gesetzgeber erlaubt sind:

  1. Limitierte Netze: Das sind Gutscheine von Einkaufsläden, Einzelhandelsketten oder regionale City-Cards.
  2. Limitierte Produktpalette: Dazu gehören u.a. die oftmals genutzten Tankkarten oder Gutscheine für einen Buchladen oder Kino-Eintrittskarten.
  3. Instrumente zu steuerlichen und sozialen Zwecken: Größere Unternehmen nutzen hier oft die sogenannten Essensmarken.

 

Sachbezug darf keine Gehaltsumwandlung sein

Ein Sachbezug darf prinzipiell keine Gehaltsumwandlung sein. Die Sachbezugsfreigrenze von 50.- EUR darf nur dann gewährt werden, wenn der geldwerte Vorteil zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gewährt wird.

 

Autor: Stefanie Schilling, Steuerberaterin

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