Die Bundesregierung hat im Zuge des Klimaschutzes 2019 ein Klimapaket beschlossen. Neben z.B. der Senkung der Mehrwertsteuer für Fahrten mit der Deutschen Bahn wurde mit dem Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogrammes 2030 im Steuerrecht eine neue Rechtsvorschrift (EStG, § 35 c) eingefügt. Diese Änderung in der Einkommensteuer betrifft energetische Maßnahmen bei Sanierungen oder dem Umbau von Immobilien, die selbst – zu eigenen Wohnzwecken – genutzt werden.

 

Steuerermäßigung Sanierung

Die Steuerermäßigungen betragen im Jahr des Abschlusses und im nächsten Kalenderjahr jeweils 7% der Aufwendungen. Doch höchsten 14.000.- EUR. Ab dem dritten Jahr dann noch 6% der Aufwendungen, höchstens 12.000.- EUR. Insgesamt ist die Steuerermäßigung je Objekt damit auf 40.000.- EUR gedeckelt.

Mögliche energetische Maßnahmen sind: Wärmedämmung von Wänden, Wärmedämmung von Dachflächen, Wärmedämmung von Geschossdecken, Erneuerung der Fenster oder Außentüren, Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage, Erneuerung der Heizungsanlage, Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und die Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind.

 

Anforderungen

Wichtigste Anforderung ist, dass das Sanierungsobjekt älter als 10 Jahre ist. In der Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden sind weiter detaillierte Vorgaben für die Sanierung festgelegt. Die Verordnung gibt es hier!

Die Ausführung der Maßnahmen darf zudem nur von einem anerkannten Fachunternehmen geleistet werden. Also in die Handwerkskammer eingetragene Unternehmen aus den Fachbereichen Mauer- und Betonarbeiten, Maler, Tischler oder auch Wärme-, Sanitär- und Kältetechniker usw. Damit soll die fachlich korrekte Umsetzung gesichert werden.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

 

Steuerermäßigung Sanierung

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