Ein Torwarttrainers einer Profi-Fußballmannschaft machte die Gebühren seines Sky-Bundesliga-Abo als Werbungskosten geltend und bekam Recht. Die Kosten für das Abo sind grundsätzlich von seinen Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit absetzbar, entschied der Bundesfinanzhof.

Aufwendungen für eine Tageszeitung mit allgemeinbildenden, breitgefächerten Inhalten können grundsätzlich nicht als Werbungskosten angerechnet werden. Das Abo ist jedoch nicht mit einer solchen vergleichbar.

TV-Inhalte sind zwar nicht gleichbedeutend mit einer Fachzeitschrift. Doch für professionelle Trainer gibt es keine zugeschnittenen Pakete am Markt. Die Inhalte des Sky-Angebotes sind einem Trainer im professionellen Fußballgeschäft bei der Ausübung seines Berufes dienlich.

Entscheidend beim Einsatz eines solchen Abos ist jedoch der Einzelfall – und unterliegt demnach einer eingehenden Prüfung. So muss gewährleistet sein, dass das Abo in weitestem Maße bzw. ausschließlich für die berufliche Nutzung eingesetzt wird.

Kommt das Finanzgericht bei einer erneuten Betrachtung des Falles zu der Schlussfolgerung, dass die Aufwendungen als private Kosten zu betrachten sind, sind sie damit nicht mehr als Werbungskosten anrechenbar.

Es ist also die genaue Prüfung des Einzelfalles maßgeblich – wobei laut BFH grundsätzlich die Möglichkeit der Geltendmachung nicht ausgeschlossen ist.

 

Autor: Steffen Schönrock, staatl. geprüfter Betriebswirt

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