Unternehmen, die Sachspenden vergeben, müssen diese als unentgeltliche Wertabgabe versteuern, bzw. eine Umsatzsteuer darauf abführen. Da die Vorsteuer geltend gemacht wurde.

In Anbetracht der Corona-Krise hat das Bundesministerium für Finanzen BMF eine Sonderregelung getroffen. Diese gilt für von der Krise stark betroffene Einzelhändler.

 

Umsatzsteuer auf Sachspenden

Im Schreiben vom 18.03.21 hat das BMF festgestellt, dass der Einzelhandel besonders von der Corona-Krise betroffen ist, da der typische Verkauf im Ladengeschäft mit persönlicher Beratung und Darbietung der Ware im Ladengeschäft nicht möglich sei.

Deswegen sei besonders die Saisonware in nicht gekannten Mengen in Lagern aufgestaut.

Auf Grund dieser Belastung gewährt das BMF ein befristete Billigkeitsregelung für Sachspenden: Bei Einzelhändlern, die durch die Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich negativ betroffen sind, wird auf die Besteuerung einer unentgeltlichen Wertabgabe verzichtet.

Sofern die Waren an steuerbegünstigte Organisationen gespendet werden oder wurden. Und das nur, sofern die Spenden im Zeitraum vom 01.03.2020 bis 31.12.2021 gemacht werden oder wurden.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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