Unternehmensrating: Sowohl für einen günstigen Zinssatz als auch für die Gewährung von Krediten ist eine gute Ratingnote Voraussetzung für Unternehmen. Nur wenn entsprechende bilanzielle Maßnahmen ergriffen werden, erhält ein Unternehmen auch ein gutes Rating. Rentabilitätsverbesserungen, die Optimierung der Finanzstruktur und die Erhöhung der Eigenkapitalquote zählen unter anderem zu diesen Maßnahmen.

 

Erhöhung des Eigenkapitals

Die Relation zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme bezeichnet man als Eigenkapitalquote. Sie bildet eine der wichtigsten Rating-Kennzahlen. Durch den Abbau von Forderungen wird eine die Eigenkapitalquote verbessernde Reduzierung der Bilanzsumme erzielt. Eine Vermeidung bzw. Reduzierung von Entnahmen bzw. Ausschüttungen tragen ebenfalls zur Verbesserung des Eigenkapitals bei.

Gute Finanzstruktur fürs Unternehmensrating

Ein positives Working Capital bildet eine wichtige Kennzahl für eine gute Finanzstruktur, indem sie kurzfristige Verbindlichkeiten ins Verhältnis zum kurzfristigen Vermögen, dem sogenannten Umlaufvermögen, setzt. Von einer gesunden Finanzstruktur kann nur die Rede sein – und darauf wird die Hausbank besonders Acht geben –, wenn die kurzfristigen Vermögenswerte die kurzfristigen Verbindlichkeiten übersteigen.

Das Working Capital ergibt sich überschlägig durch das Zusammenrechnen des Umlaufvermögens unter Einbeziehung aller Waren, Geldbestände, Forderungen, etc. nach Abzug aller kurzfristigen Fremdmittel, wie z.B. Lieferantenverbindlichkeiten oder den Kontokorrentkredit. Ergibt sich aus dieser Rechnung ein negativer Wert, ist das Anlagevermögen kurzfristig finanziert und ist damit ein grober Verstoß gegen die „goldenen Finanzierungsregeln“.

 

Verbesserung der Rentabilität

Zwei Blöcke, bestehend aus Einsparungen z.B. bei Personal- und Sachkosten und natürlich Umsatzsteigerungen, bilden die Grundlage zu einer Rentabilitätsverbesserung eines Unternehmens. Allgemeine Renditezahlen werden im Regelfall von Branchenverbänden, Innungen und Kammern veröffentlicht und ein Vergleich mit den allgemeinen Kennzahlen ist lohnenswert. Auf eine bessere Rentabilität folgen Steigerungen bei den Ratingkennzahlen Cashflow, Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität und Umsatzrentabilität.

 

Autor: Ralf Eisenmenger, Dipl.-Betriebswirt (FH), Steuerberater

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