Der Bundesfinanzhof hat bereits in einem Urteil 1983 festgestellt, dass Aufwendungen für den Bezug von Tageszeitungen nicht als Werbungskosten bei der Einkunftsart der nichtselbstständigen Arbeit geltend gemacht werden können. Dies wurde nun erneut vom Finanzgericht Düsseldorf in einem Urteil bestätigt (2.2.21).

 

Zeitung Abo absetzen möglich?

Laut dem Finanzgericht ist auch ein teilweiser Abzug nicht möglich. Da nicht eindeutig feststellbar ist, inwieweit die abonnierte Zeitung zur Erlangung von beruflichen oder nichtberuflichen Informationen genutzt wird.

Selbiges Argument gilt im Übrigen auch bei anderen Einkünften, wie beispielsweise bei Einkünften aus selbstständiger Arbeit.

Nur tatsächliche Fachzeitschriften oder Fachbücher, die eindeutig der beruflichen Informationsgewinnung dienen, sind ansetzbar.

 

Ausnahme zur Absetzung von Tageszeitungen

Im gleichen Zug stellte das FG aber auch fest: Ein Zeitung Abo absetzen ist dann möglich, wenn es sich um Tageszeitungen oder auch allgemeine Zeitschriften handelt, die in einem Unternehmen bezogen werden, dass diese dann betrieblich nutzt.

Dies ist z.B. in einem Wartezimmer wie einer Arztpraxis oder im Empfangsbereich eines Hotels der Fall.

 

Autor: Steffen Schönrock, staatl. geprüfter Betriebswirt

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