Zahlungseingänge auf dem Bankkonto eines Steuerpflichtigen sind in den meisten Fällen – bei Unternehmen – Betriebseinnahmen. Doch aus verschiedenen Gründen können auch andere Zahlungseingänge erfolgen.

Das Finanzgericht München hat nun in einem Fall entschieden, dass die Finanzverwaltung die Besteuerungsgrundlagen schätzen kann, wenn der Steuerpflichtige keine hinreichende Auskunft dazu gibt.

 

Zuschätzung Einnahmen bei Unklarheit

Denn der Steuerpflichtige ist bei ungeklärten Zahlungseingängen verstärkt zur Mitwirkung und Aufklärung verpflichtet. Erfolgt keine Aufklärung bezüglich Herkunft und Bestimmung seitens des Steuerpflichtigen, ist eine Zuschätzung zu den vorhandenen Betriebseinnahmen zulässig.

So können aus Zahlungseingängen, die keine Betriebseinnahmen sind – sofern vom Steuerpflichtigen nicht nachgewiesen wird um was es sich ansonsten handelt –, noch unversteuerte Einnahmen werden. Die zusätzlich versteuert werden müssen, sofern sie den Gewinn des Unternehmens erhöhen.

 

Autor: Steffen Schönrock, staatl. geprüfter Betriebswirt

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